Städtische Galerie: 100 Jahre Farbe – Frühe Fotografien

Bild: Städtische Galerie: 100 Jahre Farbe – Frühe Fotografien

Die Geschichte der Farbe in Künsten weltweit. (PR Städtische Galerie)


Farbe bekennen

Die Erlanger Stadtgalerie beginnt ihr Jahresprogramm mit einer Ausstellung über die Anfänge der Farbfotografie. Neben der Kunst kommt dabei auch die Geschichte unserer Ur-Großeltern nicht zu kurz.

Die heilige Elisabeth hätte 2007 ihren 800. Geburtstag, die Mark Brandenburg besteht 850 Jahre. Das Bistum Bamberg wird 2007 sogar ganze 1000 Jahre alt. Vergleichweise jung nimmt sich daneben die Farbfotografie aus. Die feiert 2007 nämlich ihren 100. Geburtstag.

Ab 1907 produzierten die Gebrüder Lumière ihre 3 Jahre zuvor patentierten Autochromplatten in Lyon. Durch eingefärbte Stärkekörnchen aus Kartoffeln und eine Emulsion war es erstmals möglich Farben festzuhalten. Bis in die 1930er Jahre hinein wurden rund 20 Millionen Autochromglasplatten hergestellt. Danach wurde das Verfahren aufgrund der hohen Kosten und der schwierigen Handhabung durch neuere Techniken verdrängt. Die intensiven Farben der damals entstandenen Bilder sind jetzt in der Erlanger Stadtgalerie zu bewundern.

Die Ausstellung zeigt Bilder aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Russland und den USA, blickt auf “Die Welt in Farbe” vor 1914 und macht viele nahezu unbekannte und unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg für die Öffentlichkeit zugänglich. Schließlich kann man “Deutschland in Farbe” zur Zeit der Weimarer Republik betrachten und erhält so Einblicke in eine faszinierende Zeit, die die meisten nur noch aus Büchern kennen. Durch die Fotografien hat man die Möglichkeit, diesen Jahren ein Stück näher zu kommen. Spannender kann Geschichte kaum sein.

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