Nürnberger Straßenbahn verliert ihren Platz in Antalya

Alte Freundschaft oder neue Technik? Vor dieser bahnbrechenden Frage steht die Verwaltung der Partnerstadt Antalya, wenn es um die Nürnberger Straßenbahnen vor Ort geht.

Zum Abschluss der Städtefreundschaft vor 15 Jahren übersandte das Städtchen Nürnberg der türkischen Millionenstadt Antalya drei echte Nürnberger Züge. Seitdem gab es daran auch nichts auszusetzen, die Bahnen fuhren ihre Strecken auf den türkischen Gleisen, und kündigten ihr Ankommen stets durch ein Bimmeln an. Damit soll jetzt Schluss sein.

Im Zuge steigender Tourismuszahlen (2011 waren es 11 Millionen!) hielt die Infrastruktur nicht mehr stand, und die türkische Stadt ersetzte schrittweise das alte Gleissystem durch die nagelneue “Tramvay”. Das Problem ist jetzt, dass die altehrwürdigen Nürnberger Straßenbahnen nicht mehr auf das Gleisbett passen, und deshalb ausrangiert werden sollen. Doch ist dadurch wirklich die städtische Freundschaft gefährdet?

Wenn das Bimmeln ausbleibt

Sicherlich wird das der jahrelangen Freundschaft keinen Abbruch tun. Denn die Kommunikation zwischen beiden Städten hat sich stetig erweitert, und daran wird das ausbleibende Bahn-Bimmeln bestimmt nichts ändern. Und auch der Besucherstrom spricht für sich. Vor Abschluss des Partnervertrages fanden ca. 10.000 Urlauber ihren Weg an die Türkische Riviera, danach stieg die Zahl durchschnittlich auf 100.000 Besucher.

Tatsächlich ist es doch so: auch in Nürnberg weichen die alten Modelle den Neuen. Also, warum sich nicht vertragen, und die alten Straßenbahnen einfach ins Museum stellen?

Quelle: Nordbayern.de

 

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