Der Hirsch: Prinz Pi

Bild: Der Hirsch: Prinz Pi

Einer gegen alles: Prinz Pi (Bild: Prinz Pi PR)


Für jeden gegen alles

The Prince formely known as Porno ist im deutschen Rap-Business zwar kein Geheimtipp mehr, doch im Gegensatz zu den ganzen Sauf- und Schlägerproleten, die heute das Hip-Hop-Bild prägen eine Ausnahme: Kein anderer dichtet so federleicht zu erdrückend schweren Problemen.

Seinen alten Namen – Prinz Porno – hat er abgelegt. Der warf einfach ein falsches Licht auf das, was er eigentlich macht. Es geht eben nicht um den ganzen niveaulosen Mist, mit dem Rapper uns heute zumüllen. Böse Zungen werfen dem Berliner Jung natürlich kommerzielle Gedanken vor, aber die kennen offensichtlich keinen seiner Texte. Kritik am Musikgeschäft, Kritik an der Gesellschaft, Kritik an sich selbst, so ehrlich und kunstvoll verpackt, dass sie auch vorurteilhaften Skeptikern nicht vorenthalten werden sollte.

Natürlich ist Prinz Pi deswegen kein Moralapostel oder Öko-Rapper. Seine Konzerte sind ewige Partys, denn in den Texten des Prinzen steckt nicht nur Depression, sondern auch eine Menge Hoffnung. Zur allgemeinen Erheiterung hat MTV sein Video zur Jugend-Partyhymne „3 Minuten“ jetzt auch ins Programm aufgenommen – allerdings nur nachts zu sehen, denn Bilder von Brüsten und betrunkenen Halbstarken sind für kleine Kinder zu verstörend. Wer mit etwas heikleren Themen allerdings klar kommt, sollte Prinz Pi nicht verpassen!

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