E-Werk Erlangen und Uferpalast Fürth: 2. Französische Filmtage

Bild: E Werk Erlangen und Uferpalast Fürth: 2. Französische Filmtage

Louise-Michel avancierte in Frankreich sofort zum Kulthit (Bild: Advitam Distribution)


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Man weiß nicht genau warum, aber Franzosen haben es im Ausland nicht leicht: Neben Al Bundy und Homer Simpson werden auch hierzulande die Franzosen oftmals belächelt. Wenn die Franzosen allerdings eins können, dann ist das gute Filme zu produzieren. Festzustellen bei den 2. Französischen Filmtagen.

Eine ganze Woche lang zeigen das Erlanger E-Werk Kino und der Uferpalast in Fürth bis zu 3 aktuelle Filme täglich aus dem Land der Baguetten, natürlich alle im Originalton mit deutschen Untertiteln. Los geht’s mit jeder Menge Autobahnromantik – Home erzählt das Leben einer Familie, die an einer stillgelegten Autobahn mitten im Nirgendwo ihre Ruhe und Freiheit haben, bis der Betrieb wieder aufgenommen werden soll. Der einzige nicht mehr so aktuelle Film ist der Klassiker Die Reise der Pinguine, der die Messlatte für Bildgewalt in Dokumentationen gewaltig nach oben korrigierte. Generationsübergreifend erfolgreich war die Geschichte von Lola, kurz Lol, und ihrer Mutter, die die Probleme zwischen Eltern und Kindern und dem Erwachsenwerden originell porträtiert. Bereits als Kult gilt der anarchistische Roadmovie Louise hires a contract killer: Louise und Michel ziehen los, um Louises alten Chef umzulegen. Leider haben die beiden keinen Plan von irgendwas und geraten so in die groteskesten Situationen.

Public Enemy No. 1 erzählt die Geschichte vom französischen John Dillinger, Jacques Mesrine, der neben zahlreichen Bankrauben so viel anstellte, dass es zwei Filme brauchte, um seinem Leben auf Leinwand gerecht zu werden. Eine ungewöhnliche Geschichte des alltäglichen Unglücklichseins ist die Komödie Erzähl mir was vom Regen, die wegen ihrem subtilen und tiefsinnigen Humor auf Platz 1 der französischen Kinocharts stürmte. Verstören möchte Ricky, eine Mischung aus Märchen, Thriller und Komödie. Vor allem Fans von David Lynch sollten sich den neuesten Streich von François Ozon nicht entgehen lassen. Als Finale der Filmtage dient Welcome, die Geschichte des Kurden Bilal, der den Irak verlässt, um seine Freundin in England wieder zu sehen. Dabei reist er durch ganz Europa bis er, in Nordfrankreich angekommen, das Schwimmen lernen muss, um die letzten 32 Kilometer nach England zu durchqueren.

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