E-Werk: Flowerpornoes

Bild: E Werk: Flowerpornoes

Sekte oder Musikgruppe? Eigentlich Doktoren deutschen Liedguts. (Bild: Flowerpornoes)


Comeback im Kittel

Abwechselnd geben sich die Urväter der deutschen Indie-Szene sanft wie Blümchensex und heftig wie Porno. Die Flowerpornoes kommen zurück als Retter des Indie-Rock. Grooviger Gitarren-Sound und eine zarte Männerstimme sind ihre Markenzeichen geblieben. Tom Liwas Texte haben nichts an Poesie eingebüßt.

Die Flowerpornoes zeigen sich auf ihrem CD-Cover in Ärztekitteln: Sie kommen zurück, den deutschen Indie-Rock zu kurieren. Statt auf Skalpell und Tupfer schwören die acht Musiker auf die Wirkung von Gitarren, die Melodien flüstern oder schreien. So wie Tom Liwas Stimme, die das Gleiche kann: hier Kind, da Mann. Mit Texten von Post-Punk-Poesie. So galten die Flowerpornoes schon Bands wie Blumfeld oder Tocotronic als Vorbild.

So simpel die Titel ihrer Songs wie „Rock’n’Roll“ und „Zahnarzttochter“ klingen, so interessant werden die Texte im Detail: „Hier kommen die Jungs mit den Ego-Problemen / Und ihrem Hang zu arroganten Frauen / Hier kommt das Leben und was davon übrig blieb” – ein typischer Tom Liwa zwischen spontanem Größenwahn und überlegter Bescheidenheit. Der kauzige Liedermacher hält im Nebenberuf spirituelle Sitzungen. Auch das ist hörbar: Geigenspiele deuten an, dass der Himmel sich bald auftut. Passend der Albumtitel des Comebacks: “Wie oft muss man mit dem Kopf gegen die Wand rennen, bis der Himmel sich auftut?”

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