E-Werk: Wolf Haas

Bild: E Werk: Wolf Haas


Jetzt ist nochmal was passiert

Eigentlich wollte Wolf Haas sein österreichisches Pendant zu Friedrichs Dürrenmatts Kommissär Bärlach, dem Simon Brenner, endlich Ruhe gönnen. Doch der Brenner ist, wie Fans wissen, kein einfacher Typ – und jetzt ist schon wieder was passiert.

So skurril wie die Fälle seines Ex-Kommissars Brenner ist auch der Schreibstil von Wolf Haas. So konnte es passieren, dass der dubiose Ich-Erzähler der Kult-Krimis den Simon Brenner zwar in- und auswendig kannte, mit dem Leser regelrecht über ihn plauderte, aber nie in die Handlung eingriff am Ende trotzdem sterben musste. Doch Brenner ist zurück, trinkt jetzt lieber zu viel Kaffee als zu viel Schnaps und muss sich mit Abtreibungsgegnern, Jauchegruben und dem lieben Gott rumärgern.

Bereits drei Mal konnte Wolf Haas mit seinen Romanen den deutschen Krimi-Preis gewinnen. Mit seiner neusten Brenner-Geschichte wurde er ebenfalls sofort für den deutschen Buchpreis nominiert – und das zu Recht, der Brenner ist einer der interessantesten Ex-Detektive der Literaturgeschichte, ein Anti-Sherlock Holmes, der vor allem mit sich selbst und bürgerlicher Doppelmoral und Heuchelei zu kämpfen hat. Nicht umsonst zählen die Verfilmungen mit Josef Hader in der Hauptrolle zu den besten deutschsprachigen Krimis überhaupt.

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