Franken

Die besten Leckerbissen Frankens

“Besser zu viel gegessen als zu wenig getrunken.” – Da muss er wohl an die köstliche fränkische Küche gedacht haben, der Kabarettist Max Böhm, als er diesen philosophischen Satz sagte. Besonders an diese 10 typischen Gaumenfreuden…

Bild: Die besten Leckerbissen Frankens

Sauerbraten © by Josef Türk Reit im Winkl Chiemgau

1.Sauerbraten

Mehrere Tage wird bei diesem Gericht Rindfleisch in eine Beize aus Essig, Wasser und Gewürzen gelegt – eine Methode, die noch aus kühlschrankfreien Zeiten stammt und ursprünglich der Konservierung diente. Was unterscheidet aber den fränkischen Sauerbraten von anderen? – Vor allem der Saucenlebkuchen, der als kleine aber feine Zutat dem Ganzen eine extra Würze verleiht.

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#194 Asparagus with 2 types of ham © by Like_the_Grand_Canyon

2.Spargel

Mai und Juni, das ist die Zeit des Spargels! Auf dem Nürnberger Hauptmarkt wird dann der “Spargelmarkt” eröffnet, der “Knoblauchsländer Spargel” kräftig angepriesen und verkauft. Geschält, gekocht und warm serviert isst ihn der Franke gerne zu Bratwürsten oder einer großen Scheibe Schinken. Auch gekochte Kartoffeln gehören dazu, genauso wie die sündhaft fettige Buttersauce.

3.Bamberger Zwiebeln

Ein herzhaftes Gericht aus der Region um Bamberg sind die mit Hackfleisch oder Bratwurstbrät gefüllten Zwiebeln in Rauchbiersauce. Als Beilage zu den typisch birnenförmigen Knollen aus Bamberg gibt’s gebratenen Speck, Kartoffelbrei und Sauerkraut. Wahre Anhänger dieses fränkischen Leckerbissens schwören außerdem darauf, den Genuss mit Hilfe des Bamberger Biers noch ins Unendliche  zu steigern.

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Drei im weggla © by karaian

4.Bratwürste

Jetzt geht’s um die Wurst! Denn davon gibt’s in Franken jede Menge. Vor allem die “Nürnberger Rostbratwurst” ist legendär und der Begriff sogar gesetzlich geschützt. “Drei im Weckla” oder “Sechs auf Kraut” – diese Worte gehören zum festen Sprachvokabular der echten Nürnberger. Aber auch im restlichen Franken gehen die aus Schweinefleisch gemachten Bratwürste weg wie warme Semmeln. Besonders beliebt sind die “Blauen Zipfel” (bzw. “Saure Zipfel”): hier werden die Würste nicht gebraten, sondern im Essigsud gegart und schließlich mit Zwiebeln und Sud serviert.

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Wurstsalat mit Breze © by Josef Türk Reit im Winkl Chiemgau

5.Nürnberger Gwerch

Chronische Wurstsucht – das muss es sein, was die Nürnberger zu wahren Nürnbergern macht. Denn mit ihren weltberühmten Bratwürsten alleine geben sie sich noch nicht zufrieden – sie essen auch noch Wurstsalat, das traditionelle “Nürnberger Gwerch” . Hier kommt so ziemlich alles rein, was einen Fleisch-Fan glücklich macht: gekochtes Ochsenmaul, schwarzer und weißer Presssack, Nürnberger Stadtwurst – das alles wird mit Zwiebeln und einer Essig-Öl-Mixtur vermengt und auf frischem Schwarzbrot serviert.

6.Karpfen

Fast so wichtig wie die Weihnachtszeit ist für den Franken die Karpfenzeit. Die Faustregel hierzu lautet: Karpfen gibt’s in allen Monaten mit “r”. Also von September bis April. Besonders der in Mehl gewendete  “Aischgründer Spiegelkarpfen” gilt – schön rösch gebacken – als der große Fang. Kaum auf dem Teller des fränkischen Genießers gelandet, wird er aufs gründlichste seziert: besonders die knusprigen Flossen und die weichen “Bäckchen” werden mit größter Sorgfalt geborgen und verspeist.

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Schäufele © by barockschloss

7.Schäufele mit Kartoffelklößen

Weil in Franken das Motto “Fleisch ist mein Gemüse” gilt, darf hier natürlich in keiner Wirtschaft das berühmte “Schaiferlä mit Gloos” fehlen. Schön gewürzt mit Salz, Pfeffer und Kümmel ist diese Schweineschulter der absolute Liebling unter den fränkischen Volksfest- und Wirtschaftsgängern.

Die Schwarte sollte knusprig sein, die dunkle Bratensoße zum Dahinfließen, die Kartoffelklöße am besten selbstgemacht, das Sauerkraut – in manchen Regionen auch Blautkraut oder Wirsing – die perfekte Begleitmusik. – Übrigens: es gibt sogar einen Schäufele-Verein, die “Freunde des Fränkischen Schäufele”!

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Krapfen © by michael_reuter

8.Krapfen mit Hiffenmark

Wer sagt denn schon “Berliner Pfannkuchen”?! In Franken heißt das Krapfen! Und wer füllt denn schon dieses köstliche, kugelrunde Hefegebäck mit Pflaumenmus oder Erdbeermarmelade?! Da gehört Hiffenmark rein, also Hagebuttenmarmelade! Wir Franken bestehen drauf! Auch wenn wir besonders in der Faschingszeit schonmal eine Sahne- oder Puddingfüllung durchgehen lassen. Wir sind ja nicht so…

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Küchle Ausgezogene © by Josef Türk Reit im Winkl Chiemgau

9.Knieküchle

Diese schmackhafte, in Schmalz frittierte Krapfensorte sieht fast aus wie ein Sombrero ohne Hutspitze: flach, rund und mit großer Krempe. Zwar gibt es die Küchle auch in Altbayern, Thüringen und Österreich, aber natürlich kennen sich die Franken als Einzige so richtig damit aus. Nur hier unterscheidet man deshalb zwischen evangelischen und katholischen Knieküchle: bei den evangelischen wird der Rand mit Puderzucker bestäubt, bei den katholischen die Mulde in der Mitte.

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DSC06891 © by acme

10.Nürnberger Lebkuchen

Worauf stürzen sich alle Japaner, wenn sie zum ersten Mal über den Nürnberger Christkindlesmarkt schlendern? – Richtig! Auf die weltbekannten Nürnberger Lebkuchen! Genau wie die “Nürnberger Bratwurst” ist dieser Begriff gesetzlich geschützt, denn nicht in jeder Stadt ist dieses typische Weihnachtsgebäck so saftig, locker und würzig-süß wie hier! Eine besonders edle Form der Nürnberger Leckerei ist übrigens der Elisenlebkuchen, der aus wenig Mehl aber umso mehr Nüssen besteht.

Fallen euch noch mehr typisch fränkische Gerichte ein? – Dann nichts wie her damit!

 

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