Hirsch: Emilie Autumn

Bild: Hirsch: Emilie Autumn

Ein Teufelsbweib mit vielen Talenten: Emilie Autumn (Bild: PR)


Anarchistin an der Geige

Emilie Autumn hat ihren Spitznamen anarchy violinst weg. Verpasst hat ihn der Gothic-Braut keine geringere als Courtney Love als die beiden Rockerinnen gemeinsam auf Tour waren. Was Emilie Autumns Musik angeht, so bezeichnet das wandelnde Gesamtkunstwerk diese als Victoriandustrial oder Violindustrial. Stimmt alles, klingt gleichzeitig zu bierernst für Emilie Autum, die sich und ihre Kunst nicht allzu ernst nimmt.

Ein Emilie-Autumn-Konzert, das ist beileibe kein 0815-Konzert. Was für einen Sinn mache es, so die rund 30-jährige über ihren Anspruch an ein Live-Konzert, Leute Eintritt bezahlen zu lassen und ihnen dann nichts anderes zu bieten als genau das, was sie auch einfach auf CD bekommen können. Und so holen Emilie und die anderen farbenfrohen, sexy und morbiden jungen Ladys ihrer Kombo, was nur geht aus der Performance-Schatzkiste: Aufwendige von der viktorianischen Zeit inspirierte Kostüme, Erotik, Horror, Slapstick, viel Humor, eine ausgetüfelte Show, in der nichts dem Zufall überlassen wird und gleichzeitig viel Platz bleibt für Herumblödeln und Rumflippen. Last but not least natürlich noch ihre wandelbare Stimme und das Allerwichtigste: die Violine.

Seit ihrem vierten Lebensjahr spielt die Klassikliebhaberin und Ausnahmemusikerin Autumn die Violine, ist zur Konzertgeigerin und Komponistin ausgebildet. Wahrscheinlich einzigartig war die Veröffentlichung ihres Doppelalbums “Laced/Unlaced” bestehend aus einer reinen instrumentalen Klassik-CD und einer CD, auf der sie ihre “metal-shredding-electric-violin-madness” verewigt hat.

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