Erlangen

Programm für Doppel-Jahrgänge an der FAU soll Abhilfe schaffen und verschafft halbe Stundenpläne

Hoch gelobt sind sie, die Sonderprogramme der Universitäten. Diese Programe, die Abiturienten helfen sollen, schon im Sommersemester an der Uni einsteigen zu können. Diese Programme, die den doppelten Abitur-Jahrgang gleichmäßig auf Sommer und Winter verteilen sollen. An der Friedrich-Alexander-Universität wurde das Sonderprogramm schon 2011 angeboten, in diesem Jahr geht es in die zweite Runde. Bisher ging die Taktik nicht ganz auf: zwar fanden sich zum Sommer 2011 knapp 1.400 G9-ler an der FAU ein. Dennoch war die Uni zum Wintersemster völlig überlaufen. Umgehen voller Hörsäle und Bibliotheks- und Lernräume? Denkste! Fakt ist, dass die Erstsemester (Ersties) nicht im Sommer sondern verstärkt im Winter die Uni zum Platzen brachten.

Bild: Programm für Doppel Jahrgänge an der FAU soll Abhilfe schaffen und verschafft halbe Stundenpläne

Die Ampel steht auf Rot © by dustpuppy

Vorsichtig bei der Entscheidung

Auf den ersten Blick klingt alles ganz toll: früher mit dem Studium beginnen und demnach vor allen andern fertig werden. Tatsache ist aber, dass manche Kursangebote nicht weitreichend geplant worden sind. So besteht die Möglichkeit, dass man als Zweit-Semester in einem Kurs landet, der für Viert-Semester konstruiert ist, und für den man die Voraussetzungen nicht erfüllt. Es kann auch passieren, dass Kurse erst sehr viel später belegt werden können, weil sie nur im Zwei-Semester-Turnus angeboten werden, der sich allerdings nach dem Wintersemester ausrichtet. Halbe Stundenpläne und völlig überbelegte Kurse können die Folge sein. Na, dann hat sich der Sommer-Start für alle Ersties ja richtig gelohnt! Merkt Euch also: Es kann zuVerstrickungen kommen, muss es aber nicht. Informiert Euch deshalb rechtzeitig und tauscht Erfahrungen aus!

Die Gründe für das Sonderprogramm

Im Jahr 2011 wurde das Programm ins Leben gerufen, um die letzten G9-Abitur-Jahrgänge im Sommer an die Unis zu bringen. Und das war auch bitter nötig, angesichts der doppelten Abitur-Jahrgänge. Viele zu viele Studenten, die sich um die letzten Stühle im Hörsaal reißen, sollten dadurch vermieden werden. Geklappt hat das allerdings nicht, denn die FAU platzte zum Winter hin aus allen Nähten. Um diesem Problem in Zukunft auf die Sprünge zu helfen, geht das Sonderprogramm 2012 in die zweite Runde. Ganze 90 zulassungsfreie Fächer werden an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) zum Sommersemester 2012 angeboten. Ob damit der Platzmangel aus dem Weg geräumt wird, und ein treibungsfreier Ablauf gewährleistet wird, steht aber in den Sternen.

Bild: Programm für Doppel Jahrgänge an der FAU soll Abhilfe schaffen und verschafft halbe Stundenpläne

Morgenstund hat Gold im Mund? Bayern anscheinend auch... © by frau-Vogel

Der Freistaat macht’s möglich

Zum Wintersemester 2012/13 stehen in Hessen und Baden-Württemberg in diesem Jahr doppelte Abitur-Jahrgänge vor der Tür. Da die Universitäten der benachbarten Bundesländer allerdings kein Sonderprogramm auffahren, werden die zukünftigen Studenten und Studentinnen also zwangsläufig nach Erlangen und die Uni Würzburg ausweichen müssen. Kein Grund zur Sorge, der Freistaat macht’s möglich! Laut Vereinbarung hat sich Bayern dazu verpflichtet, zwischen 2009 und 2013 mehr als 106 Millionen Euro in den personellen Ausbau der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen zu investieren. Die FAU steht dem Geschehen relativ gelassen gegenüber und fühlt sich optimal vorbereitet. Allein zwischen 2008 und 2010 wurden 173 neue Professorenstellen geschaffen, daneben bis heute beinahe 300 neue Mitarbeiter eingestellt. Schön, dass sich wenigstens die Dozenten sicher fühlen!

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