Staatstheater (Tafelhalle): Motortown

Bild: Staatstheater (Tafelhalle): Motortown

Motortown: Ein Soldat kehrt heim und nichts ist mehr wie es war. (Bild: Photocase, EasyRay)


Wenn der Krieg durch die Tür kommt

Kriege finden überall statt, nur nicht bei uns. So sieht der Alltag in Europa aus. In Simon Stephens Stück Motortown steht ein Soldat im Mittelpunkt des Geschehens, der aus dem Irak kommend den Krieg mit in seine Heimat England bringt.

Danny hat seinem Land im Irak gedient, dort gekämpft Seite an Seite mit seinen britischen Brüdern. Doch als er zurückkommt, ist von Zusammenhalt und Heimatsgefühl nichts mehr zu spüren. Die Familie hat kein Verständnis für die Veränderung, die mit Danny passiert ist, seine Freundin hat ihn verlassen und macht sich auch noch über ihn lustig. Beruflich sieht er keine Perspektive. Seine ganze Umgebung bereitet ihm Übelkeit. Freunde, die Waffen verkaufen, Freunde, die abstrusen Theorien zu 9/11 entwickeln, Bekannte, die widerwertige Sexspielchen praktizieren. Ausgerechnet ein 14jähriges Mädchen bringt das Fass schließlich zum Überlaufen. Danny sagt: “Ich geb dem Krieg keine Schuld. Der Krieg war in Ordnung. Er fehlt mir.“

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