Stadthalle: RENE MARIK

Bild: Stadthalle: RENE MARIK

Rene Marik und sein blinder Maulwurf. (Bild: PR)


Anarchie in der Puppenstube

Starke, sehr eigensinnige Figuren sind die Handpuppen von Rene Marik. Unbeirrbar ziehen Eisbär Kalle und Kollegen ihr Ding durch, ob sie einer mit ihrem Sprachfehler versteht oder nicht oder ob die Titanic drohend anrollt. Autschn, ein Abend über die Liebe. Oder über den Kampf mit Worten.

Aus einer Darth-Vader-Parodie wird bei Rene Marik ratzefatze eine Sprecherziehungsstunde für Fortgeschritte. Weil der blinde Maulwurf diese auch dringend nötig hat, denn der leidet an einem eklatanten Sprechfehler. Doch natürlich scheitert der intellektuelle Frosch Herr Falkenhorst vor allem am Eigensinn des Maulwurfs, der sich in der Hinsicht nicht verbiegen lassen will. Von der Unmöglichkeit der Kommunikation handeln die meisten von Rene Mariks Sketchen. Brüllendes Gelächter aus dem Publikum ist sicher, wenn der Maulwurf beharrlich versucht mit einem stummen Wackeldack oder einer stummen Barbie ein Gespräch anzufangen, und schließlich ausflippt, weil aus den Plastikkollegen nicht mehr als ein Nicken, oder schlimmer noch, ein unentschiedenes Schliengern herauszubekommen ist. Anders als der Maulwurf, sieht Eisbär Kalle alles cooler, ausser die sinkende Titanic-Besetzung sucht Zuflucht auf seiner Eisscholle. Da ist Schluss mit lustig.

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