Nürnberg | Beitrag von Virginia Beck

Dokumentationszentrum

Das Nürnberger Dokumentationszentrum liegt auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände und besticht durch seine moderne Architektur, die in den historischen Kontext an erhaltenen Überresten eingebetet ist. Es ist ein Ort zum Nachdenken und Erinnern, der dieses in verschiedenen Ausstellungen, Vortägen, Lesungen, Filmen und wissenschaftlichen Konferenzen ermöglicht.
Großes Lob erhält die Ausstellung “Faszination und Gewalt”, welche die NS-Parteitage und die damit einhergehende Faszination auf die damalige Bevölkerung darstellt. Die Ausstellung klärt Ursachen und Zusammenhänge dieser verbrecherischen Machtausübung und stellt schonungslos ihre ausufernden Folgen dar. Interessant ist auch, dass die Rolle der Stadt Nürnberg selbst, hinterfragt wird, und wie sie mit solch einer Hinterlassenschaft aus Stein umgeht. Die Besucher werden per Audioguide über 1300m² und an fünf filmischen Präsentationen vorbeigeführt, und sind somit hautnah am Geschehen dabei.

Das Dokuzentrum selbst sieht sich aber nicht nur als Gedenkstätte, sondern als Vermittler von Geschichte. Gerade für Schüler und Studenten soll die Führung durch die Austellungen eine Komposition aus Erinnern und Lernen schaffen, und vielleicht auch den Blick für Gegenwart und Zukunft schärfen.

Neben den dauernden Ausstellungen werden allmonatliche Führungen angeboten, die ganz individuell ausgerichtet sind. Dazu zählen unter Anderem die Geländebegehung, also eine öffentliche Führung über das ehemalige Reichsparteitagsgelände und “Hinter den Kulissen”, eine Führung durch das Dokuzentrum selbst mit anschließender Begehung des Daches der Kongresshalle.

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